Klinisch-psychologische Praxis
KLINISCHE PSYCHOLOGIN

Depression: Behandlung in der Wielandgasse in Graz

Wenn der Alltag immer mehr Kraft kostet

Vielleicht stehen Sie morgens auf und spüren schon beim Gedanken an den Tag eine große Schwere. Dinge, die früher selbstverständlich waren, kosten plötzlich Überwindung: duschen, einkaufen, eine Nachricht beantworten oder zur Arbeit gehen. Vielleicht erledigen Sie weiterhin alles, was von Ihnen erwartet wird, während Sie sich innerlich erschöpft, leer oder wie abgeschnitten vom Leben fühlen.

Manche Menschen erleben eine Depression als tiefe Traurigkeit. Andere empfinden kaum noch etwas – auch dort, wo früher Freude, Interesse oder Nähe zu fühlen waren. Dazu kommen möglicherweise Gedanken wie: „Warum schaffe ich das nicht mehr?“, „Ich müsste mich doch freuen können“ oder „Ich bin anderen nur noch eine Belastung.“

Wenn Sie sich darin wiedererkennen, verdient Ihre Belastung Aufmerksamkeit. In meiner Praxis als Klinische Psychologin in Graz unterstütze ich Sie dabei, Ihre Beschwerden besser zu verstehen und Schritt für Schritt wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen.

Wie kann sich eine Depression zeigen?

Eine Depression beeinflusst Gefühle, Gedanken, Verhalten und körperliches Befinden. Wie sie sich anfühlt und welche Beschwerden im Vordergrund stehen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Typische Anzeichen sind:

anhaltende Niedergeschlagenheit, innere Leere oder Hoffnungslosigkeit
deutlich weniger Interesse oder Freude an vertrauten Tätigkeiten
Erschöpfung, Antriebslosigkeit und das Gefühl, selbst kleine Aufgaben kaum bewältigen zu können
Schlafprobleme oder ein erhöhtes Schlafbedürfnis
Konzentrationsschwierigkeiten und Unsicherheit bei Entscheidungen
Selbstvorwürfe, Schuldgefühle oder ein vermindertes Selbstwertgefühl
häufiges Grübeln und Rückzug von anderen Menschen
Veränderungen des Appetits sowie
innere Unruhe oder Reizbarkeit.

Nicht alle Beschwerden müssen gleichzeitig auftreten. Auch wer nach außen funktioniert, arbeitet oder für andere sorgt, kann unter einer Depression leiden. Das Ausmaß der inneren Belastung ist für das Umfeld oft schwer erkennbar.

Halten Beschwerden über zwei Wochen an oder beeinträchtigen sie Ihren Alltag, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll.

Warum ist es so schwer, aus eigener Kraft etwas zu verändern?

Viele Betroffene wissen durchaus, was ihnen früher gutgetan hat. Trotzdem gelingt es ihnen kaum, sich dazu aufzuraffen. Vielleicht sagen Sie eine Verabredung ab, weil Ihnen ein Gespräch zu anstrengend erscheint. Zunächst fällt dadurch etwas Druck weg. Später fühlen Sie sich möglicherweise einsamer und machen sich deswegen Vorwürfe.

So kann ein Kreislauf entstehen: Weniger Energie führt zu weniger Aktivität und Kontakt. Dadurch fehlen zunehmend Erfahrungen, die Halt, Freude oder ein Gefühl von Verbundenheit vermitteln. Die Stimmung sinkt weiter, und der nächste Schritt erscheint noch schwerer.

Dieser Kreislauf lässt sich verstehen und in der Behandlung an verschiedenen Stellen beeinflussen. Gemeinsam in meiner klinisch-psychologischen Praxis in Graz suchen wir nach Schritten, die zu Ihrer aktuellen Kraft passen. Dabei berücksichtigen wir ebenso, wo Sie Entlastung brauchen und welche Anforderungen im Moment zu viel sind.

Wie läuft die Behandlung einer Depression ab?

Am Anfang steht das gemeinsame Verständnis Ihrer Situation. Was belastet Sie besonders? Seit wann erleben Sie Veränderungen? Wie sehen Ihre Tage aus, welche Erfahrungen, Beziehungen oder aktuellen Lebensumstände spielen eine Rolle?

Sie müssen für das erste Gespräch weder eine fertige Erklärung noch klare Ziele mitbringen. Auch „Ich weiß gerade selbst nicht, was mit mir los ist“ ist ein möglicher Anfang.

Die klinisch-psychologische Behandlung richtet sich nach Ihren Beschwerden, Bedürfnissen und Möglichkeiten. Je nach Situation können folgende Schwerpunkte hilfreich sein:

Wieder Handlungsspielraum im Alltag gewinnen

Gemeinsam entwickeln wir überschaubare Schritte, die Ihrem Alltag wieder Struktur geben und Erfahrungen ermöglichen, die Ihnen wichtig sind. Das kann zunächst ein kurzer Aufenthalt im Freien, eine regelmäßige Mahlzeit oder der Kontakt zu einem vertrauten Menschen sein.

Dabei berücksichtigen wir, dass Motivation und Freude während einer Depression oft eingeschränkt sind. Manchmal werden sie erst allmählich wieder spürbar, nachdem eine Tätigkeit vorsichtig aufgenommen wurde. Wir beobachten gemeinsam, was Ihnen hilft und welches Tempo angemessen ist.

Grübeln und Selbstvorwürfe besser verstehen

„Warum bin ich so?“ oder „Was habe ich falsch gemacht?“ – Solche Fragen können stundenlang im Kopf kreisen, ohne zu einer hilfreichen Antwort zu führen. Das erschöpft zusätzlich und lässt Probleme oft noch größer erscheinen.

In der Behandlung lernen Sie, Grübelschleifen früher wahrzunehmen und Ihre Aufmerksamkeit wieder bewusster auszurichten. Belastende Überzeugungen wie „Ich genüge nie“ oder „Ich darf niemanden enttäuschen“ können wir gemeinsam hinterfragen. Ziel ist ein realistischerer und verständnisvollerer Umgang mit sich selbst.

Gefühle und eigene Bedürfnisse wahrnehmen

Manche Menschen erleben ihre Gefühle als überwältigend. Andere haben kaum noch Zugang dazu. In einem geschützten Rahmen können Sie erkunden, was Sie empfinden, welche Bedürfnisse dahinterstehen und wie Sie mit belastenden Gefühlen umgehen können.

Auch Grenzen, Überforderung und Beziehungen dürfen dabei Platz haben: Wo übernehmen Sie zu viel? Was fällt Ihnen schwer anzusprechen? Welche Unterstützung wünschen Sie sich?

Stabilität für die Zukunft aufbauen

Wenn es Ihnen besser geht, schauen wir gemeinsam darauf, was zu dieser Veränderung beigetragen hat. Sie lernen persönliche Warnzeichen kennen und entwickeln Möglichkeiten, frühzeitig darauf zu reagieren. So entsteht ein Plan, auf den Sie bei erneuten Belastungen zurückgreifen können.

Kann eine Depression wieder besser werden?

Depressionen sind behandelbar. Wie eine hilfreiche Behandlung aussieht und wie lange sie dauert, hängt unter anderem von der Ausprägung der Beschwerden, ihrem bisherigen Verlauf und Ihrer Lebenssituation ab. Veränderungen verlaufen dabei nicht immer gleichmäßig. Ein schwieriger Tag bedeutet nicht automatisch, dass bisherige Fortschritte verloren sind.

Eine ärztliche Abklärung kann helfen, körperliche Ursachen oder Begleiterkrankungen zu berücksichtigen. Je nach Schwere der Depression kann ergänzend eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Welche Unterstützung für Sie passend ist, wird individuell besprochen.

Ihre Klinische Psychologin in Graz: Raum für einen ersten Schritt

Vielleicht fragen Sie sich, ob Ihre Beschwerden „schlimm genug“ sind oder ob Sie es doch allein schaffen müssten. Sie dürfen Unterstützung in Anspruch nehmen, wenn Sie leiden – auch wenn Sie Ihre Situation noch nicht gut in Worte fassen können.

In meiner Praxis in der Grazer Innenstadt, nahe dem Jakominiplatz, biete ich klinisch-psychologische Behandlung der Depressionen an. In einem Erstgespräch erhalten Sie Raum, Ihre Situation zu schildern und mich kennenzulernen. Gemeinsam besprechen wir, welche nächsten Schritte für Sie hilfreich sein können.

Für einen ersten Termin müssen Sie noch nicht wissen, wie es weitergeht. Es genügt, mit dem anzufangen, was Sie gerade belastet.

Sie haben noch Fragen oder möchten mehr über die Behandlung erfahren? Kontaktieren Sie mich gerne telefonisch oder per E-Mail.