Klinisch-psychologische Praxis
KLINISCHE PSYCHOLOGIN

Häufig gefragt

Sind Online-Behandlungen oder -Beratungen möglich?
In bestimmten Lebenssituationen kann es schwierig sein, Termine persönlich wahrzunehmen – etwa aufgrund größerer räumlicher Distanzen oder eingeschränkter zeitlicher Möglichkeiten. In solchen Fällen kann eine Online-Behandlung oder -Beratung eine sinnvolle Ergänzung darstellen.
Grundsätzlich setze ich für Online-Settings einen vorherigen persönlichen Kontakt zwischen mir und meinen Klient:innen voraus. Zudem wird im Einzelfall sorgfältig geprüft, ob im Online-Rahmen eine vergleichbare Qualität und Wirksamkeit wie in der persönlichen Arbeit gewährleistet werden kann.
Davon ausgenommen sind Personen, denen ein persönliches Erscheinen aufgrund einer Erkrankung oder einer körperlichen Behinderung nicht möglich oder nicht zumutbar ist. In diesen Fällen kann eine Online-Begleitung auch ohne vorherigen persönlichen Termin erfolgen.
Worin besteht der Unterschied zwischen Klinischen Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen, Psychiater:innen und Lebens- und Sozialberater:innen? (Stand 2026)
Klinische Psycholog:innen verfügen über ein abgeschlossenes Psychologiestudium (Masterstudium bzw. Diplomstudium) sowie über eine umfangreiche postgraduelle Ausbildung. Diese umfasst neben einer vertieften theoretischen Qualifikation auch eine praktische Ausbildung im Ausmaß von rund 2.100 Stunden.
Klinische Psycholog:innen arbeiten methodenübergreifend und wissenschaftlich fundiert. Sie führen klinisch-psychologische Diagnostik durch, behandeln psychische Erkrankungen und beraten darüber hinaus auch bei nicht krankheitswertigen psychischen Belastungen. Die klinisch-psychologische Behandlung ist rechtlich als eigenständige medizinische Leistung anerkannt.
Psychotherapeut:innen absolvieren eine gesetzlich geregelte Ausbildung, die aus einem allgemeinen und einem fachspezifischen Teil besteht. Ein universitärer Abschluss ist nicht zwingend erforderlich. Psychotherapeut:innen diagnostizieren und behandeln psychische Erkrankungen, sind dabei jedoch jeweils auf ein bestimmtes psychotherapeutisches Verfahren spezialisiert (z. B. Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie, systemische Therapie).
Im Unterschied dazu sind Klinische Psycholog:innen nicht an eine einzelne Methode gebunden und können verschiedene wissenschaftlich fundierte Ansätze flexibel kombinieren.
Psychiater:innen haben ein sechsjähriges Medizinstudium sowie eine anschließende Facharztausbildung für Psychiatrie absolviert. Sie diagnostizieren und behandeln psychische Erkrankungen und sind zusätzlich befugt, Medikamente zu verschreiben sowie körpermedizinische Abklärungen durchzuführen.
Lebens- und Sozialberater:innen absolvieren einen beruflichen Lehrgang mit Befähigungsprüfung. Für diese Ausbildung ist weder eine Matura noch ein universitäres Studium zwingend erforderlich. Lebens- und Sozialberater:innen begleiten und beraten psychisch gesunde Menschen bei persönlichen, beruflichen oder sozialen Fragestellungen. Sie sind nicht berechtigt, psychische Erkrankungen zu diagnostizieren oder zu behandeln. Ergibt sich im Rahmen der Beratung der Verdacht auf eine psychische Störung, erfolgt eine Weiterverweisung an Klinische Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen oder Psychiater:innen.
Brauche ich eine Überweisung für klinisch-psychologische Leistungen?
Ob eine Überweisung erforderlich ist, hängt davon ab, welche Leistung Sie in Anspruch nehmen und wie die Kosten abgedeckt werden:
Klinisch-psychologische Behandlung:
Eine Überweisung ist grundsätzlich nicht erforderlich – auch nicht bei Inanspruchnahme eines Kostenzuschusses. Spätestens vor Beginn der zweiten Behandlungseinheit ist jedoch eine ärztliche Bestätigung (z. B. durch Hausärzt:innen, Neurolog:innen oder Psychiater:innen) zum Ausschluss körperlicher Ursachen vorzulegen. Eine vorherige hausärztliche Abklärung ist in der Regel sinnvoll.
Wenn Ihnen ein besonders diskreter Rahmen wichtig ist und keine diagnoserelevanten Daten an Sozialversicherungsträger übermittelt werden sollen, können Sie die Kosten vollständig privat übernehmen.
Klinisch-psychologische Beratung:
Für klinisch-psychologische Beratung ist keine Überweisung erforderlich, da diese Leistung immer privat zu bezahlen ist.
Was ist der Unterschied zwischen Behandlung und Beratung?
Behandlung zielt darauf ab, psychische Belastungen oder Störungen zu lindern oder zu beheben.
Beratung bietet Unterstützung, Entscheidungshilfe und Orientierung in Lebenssituationen und Alltagsfragen.
Kann ich nur mit einer diagnostizierten Störung zu Klinischen Psycholog:innen gehen?
Sie können auch ohne vorherige Diagnose zu Klinischen Psycholog:innen gehen.
Ich möchte mich persönlich weiterentwickeln oder belastende Erfahrungen aus meiner Vergangenheit aufarbeiten. Kann ich mich dafür an eine Klinische Psychologin bzw. einen Klinischen Psychologen wenden?
Ja. Klinische Psycholog:innen begleiten nicht nur bei psychischen Erkrankungen, sondern auch dann, wenn Sie Ihre psychische Gesundheit stärken, persönliche Entwicklungsprozesse anstoßen oder sich mit Themen wie Identität, Selbstwert, Emotionsregulation oder belastenden Erfahrungen aus Ihrer Vergangenheit auseinandersetzen möchten.